PlayStation VR: Was bietet Sonys VR-Brille im Vergleich zu anderen erhältlichen VR-Headsets?

Seit Beginn der Entwicklung dreidimensionaler, virtueller Welten fasziniert uns die Möglichkeit eines Eintauchens in eine eben solche Dimension. Der japanische Konzern Sony mischt ab Oktober auf dem noch jungen VR-Markt mit und bringt mit PlayStation VR seine eigene Videospiel-VR-Peripherie heraus. Doch was bietet PlayStation VR? Und welche Merkmale unterscheiden das ehemalige Project Morpheus von der Konkurrenz?

Eine Peripherie für den Massenmarkt?

War der Besuch einer virtuellen Realität bisher nur in wissenschaftlichen Einrichtungen möglich, so erobert VR nach und nach auch den Massenmarkt. Seit März 2016 ist Oculus Rift erhältlich, kurz später folgte HTC Vive. Ende diesen Jahres folgen nun PlayStation VR und FOVE. Schon beim Preis und weiteren anfallenden Kosten tun sich bereits große Unterschiede auf. PlayStation VR soll bei seinem Release am 13. Oktober 2016 mit einem Kaufpreis von 399 EUR aufwarten. Neben FOVE, welches mutmaßlich bei knappen 400 US-Dollar vorbestellbar ist, stellt Sony somit das günstigste Modell. The Rift von Oculus hat eine unverbindliche Preisempfehlung von knapp 700 Euro, Vive ist sogar erst durchschnittlich ab hundert Euro mehr im Handel erhältlich. Doch ein solches Head-Mounted Display alleine reicht leider nicht aus. Sowohl Oculus Rift als auch HTC Vive benötigen einen potenten Heimcomputer um die vorhandene Technik zum Laufen zu bringen. Dies dürfte bei FOVE nicht anders aussehen. Und PlayStation VR braucht nicht nur eine PlayStation 4 als Basis – im Idealfall sogar eine PlayStation 4 Neo, die mit besserer Technik Ende des Jahres im Handel erscheint -, sondern benötigt zwingend die PlayStation Kamera, um die Position des Trägers im virtuellen Raum bestimmen zu können.

Unter der virtuellen Motorhaube

Der Preis der verschiedenen VR-Geräte spiegelt allerdings auch teilweise die verbaute Technik wider, die der Kunde beim Kauf in den Händen hält. PlayStation VR beinhaltet ein 5,7 Zoll großes OLED-Display mit einer Bildauflösung von 1920 x 1080 Pixeln, pro Auge demnach bei 960 x 1080 Pixeln. Zwar ist die Taktrate mit 120 Hz sehr gut und damit über der Konkurrenz von Oculus und HTC mit jeweils 90 Hz, dafür ist sowohl das Sichtfeld nur auf einen Winkel von 100 Grad beschränkt, während die anderen Produkte 110 Grad bieten. Auch die Auflösung des OLED-Displays muss sich hier geschlagen geben, bieten doch Oculus Rift und HTC Vive beide 1080 x 1200 Pixel pro Auge, also eine Gesamtauflösung von 2160 x 1200 Pixeln. FOVE hingegen wird sogar noch weitaus höher aufgelöst sein (2460 x 1440 Pixel) und bietet zudem noch eine technische Besonderheit. Während die anderen Produkte durch Sensoren oder die PlayStation Kamera die Position des Kopfes im Raum bestimmen, kommt bei FOVE noch eine einzigartige Augen-Tracking-Mechanik hinzu.

Voraussetzungen für innovatives Gaming

Grade für Videospiele wird VR neue Möglichkeiten eröffnen. Sony hat daher schon früh ihre Entwicklung von PlayStation VR bekanntgegeben und stellen auch eine Reihe von exklusiven Spielen und Spielmodi auf die Beine zum nahenden Launch. Doch auch der Konkurrent Microsoft, Hersteller der Xbox-Konsolen, ist nicht untätig und ging mit Oculus eine Kooperation ein. Rift bietet daher Unterstützung für Windows Live und Xbox-Spiele. HTC Vive wiederum entstand zu Teilen bei Valve Entertainment – die mit ihrer Plattform Steam, dem größten digitalen Marktplatz für PC-Spiele, und dem Projekt SteamVR Vive unterstützen.
Über Chris 27 Artikel
Hallo, ich bin Chris, Autor hier auf dem technkiblog.net ...Ich beschäftige mich hauptsächlich mit den Themen rund um Smartphones und Mobilfunk. Dazu kommen aber immer mal wieder Neuheiten, die ich aufgreife und darüber schreibe.

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