Samsung Gear 2 Smartwatch

Quelle: http://www.samsung.com/de/

Die Auswahl an Smartwatches wird immer größer und Samsung möchte mit seiner Gear S2 ganz vorne mitspielen. Im Vergleich zur ersten Generation hat der Konzern kluge Entscheidungen getroffen und sorgt in vielerlei Hinsicht für Aufsehen. So gibt es jetzt nicht nur ein rundes Design, sondern es gibt auch gleich ein innovatives Bedienkonzept dazu. Es verwundert, dass kein anderer Hersteller zuvor auf diese Idee gekommen ist. Auf den ersten Blick lässt sich die Gear S2 gar nicht als solche erkennen, die Designsprache ist nämlich stark an eine herkömmliche Armbanduhr angelehnt. Das Kunststoffgehäuse ist super verarbeitet und nimmt das abnehmbare Armband problemlos über den proprietären Anschluss auf. Leider handelt es sich hier um keinen Standard, sodass weitere Bänder nur über Samsung oder über Partnerhersteller erworben werden können. Auf der rechten Seite wurden zwei Knöpfe integriert, sie dienen als Zurück- (oben) und als Home-Taste (unten). Weitere Bedienelemente sind ein Touchscreen und eine innovative, rotierbare Lünette (so nennen Uhrmacher den Displayrahmen).

 

Die Technik

 

Der sichtbarste Teil der Technik ist das AMOLED-Display, es ist 1,2 Zoll groß und löst mit 360 x 360 Pixeln auf. Mit 302 ppi ist es zudem gestochen scharf und lässt sich aus jedem Blickwinkel gut ablesen. Hauptbestandteil vom Bildschirm ist das Ziffernblatt, bei 26 vorinstallierten Designs sollte für jeden eines dabei sein. Es lässt sich binnen weniger Sekunden ändern, ein langer Druck auf das voreingestellte Ziffernblatt reicht aus. Die Rechenleistung übernimmt ein Exynos 3250, er arbeitet mit zwei Kernen und einer maximalen Taktfrequenz von 1 GHz. In Partnerschaft mit 512 MB Arbeitsspeicher und einem 4 GB internen Speicher stimmt die Performance. Das liegt aber auch am Betriebssystem, statt Android Wear setzt Samsung auf das hauseigene Tizen. Es ist auf HTML5 aufgebaut und „leichter“ als die Konkurrenz, es benötigt also weniger Speicher und weniger Power. Die Anpassungen an das runde Design sind sehr zufriedenstellend gelungen, alles ist gut erreichbar und sieht zudem schick aus.

 

Mit der Lünette zum Erfolg

 

Die Bedienung ist super gelöst und macht mit der Lünette viel Spaß. Nicht nur die Menüführung wurde so vereinfacht, sie hat auch eine feine Rasterung erhalten. Im Alltag ist es daher unwahrscheinlich, dass zu weit gedreht wird. Praktisch: Ein haptisches und optisches Signal wurde ebenfalls integriert. Der Nutzer hat die Wahl, ob er den Displayrahmen oder den Touchscreen verwenden möchte. Diese Auswahl steht bei den beiden Knöpfen nicht zur Verfügung, sie bringen einem ausschließlich einen Schritt zurück oder direkt auf den Homescreen. Die Apps auf der Gear S2 sind in einer Art Bogen angeordnet, sie lassen sich bei Bedarf sogar anders anordnen. Leider ist dies nicht direkt auf der Smartwatch möglich, stattdessen wird eine App am Smartphone benötigt.

 

Die gute Nachricht: Es muss nicht unbedingt ein Smartphone von Samsung sein, der Konzern hat die Zügel gelockert und bringt der Gear S2 auch die Kommunikation mit anderen Android-Handys bei. Grundsätzlich sind die Voraussetzungen Android 4.4 KitKat (oder höher) und mindestens 1,5 GB RAM. Ausnahmen kann es jedoch immer geben, sodass Samsung eine Liste mit den erfolgreich getesteten Geräten veröffentlicht hat. In diese Liste fallen unter anderen das HTC One M9, das Huawei P8, das LG G4 und das Sony Xperia Z3.

 

Erfreulicherweise können sich Besitzer eines iPhones über eine in naher Zukunft vollständige iOS-Kompatibilität freuen. Samsung wird diese per Update nachliefern und so eine noch größere Menschenmasse erreichen. Abschließend fehlen nur mehr die passenden Apps auf dem Store des jeweiligen Betriebssystems, um eine Verbindung zwischen Smartphone und Smartwatch herzustellen.

 

Natürlich lässt sich auch die Gear S2 mit weiteren Apps bestücken, Samsung gibt bis jetzt eine Anzahl von über 1.000 an. In der Praxis herrscht auf jeden Fall noch Nachholbedarf, aber das wird sich definitiv mit der Zeit ändern. Über die App können übrigens auch Medien auf den internen Speicher übertragen werden, egal ob Bilder, Kontakte oder auch Songs. Letzteres wird sicherlich viele Abnehmer finden, kann die Smartwatch so auch als MP3-Player für Sportler hergenommen werden.

 

Akku, Maße und IP68-Zertifizierung

 

In den 42,3 x 49,8 x 11,4 mm sitzt auch die Batterie mit 250 mAh. Sie ist zwar nicht besonders stark, zwei Tage Akkulaufzeit sind aber mit etwas Geschick trotzdem drinnen. Wesentliche Faktoren sind die Displayhelligkeit, wie oft der Bildschirm aktiviert wird und welche Verbindungsmöglichkeiten eingeschaltet sind. Mit WLAN, NFC und Bluetooth 4.1 gibt es einige davon. Auch die Sensoren sind zahlreich vertreten, es gibt einen Umgebungslicht-, Lage-, Beschleunigungs- und Pulssensor. Mit 47 Gramm fällt die Gear S2 auf gar keinen Fall unangenehm am Handgelenk auf, und die IP68-Zertifizierung möchte man ebenso nicht vermissen. Sie schützt die Smartwatch vor Staub und Wasser, versehentliche Berührungen mit Wasser sind also erlaubt.

 

Induktive Ladestation

 

Wenn er Akku keinen Saft mehr hat, dann hilft die induktive Ladestation weiter. Sie ist sehr an die Moto 360-Version angelehnt und wird dem Lieferumfang beigelegt. Anders als bei Smartphones verfügt die Gear S2 über keinen USB-Anschluss. Sie wird einfach waagerecht in die Ladestation gelegt und fängt sofort zum Laden an. Der gesamte Displayinhalt dreht sich mit und lässt eine durchgehende Bedienung zu.

 

Verschiedene Modelle

 

Die Smartwatch gibt es bislang in drei verschiedenen Varianten. Zur normalen Version kommt noch das „Classic“- und das „3G“-Modell dazu. Die Gear S2 Classic unterscheidet sich durch eine mit Einkerbungen versehene Lünette (bietet mehr Griffigkeit) und durch ein Lederarmband von der normalen Variante. Außerdem wird hier ein 20-mm-Uhrenarmband (Standard) eingesetzt, sodass auch Bänder aus dem Kaufhaus passen. Das 3G-Modell hingegen hat eine eSIM verbaut, es ist der Nachfolger der SIM-Karte und ist fest integriert. Zur Aktivierung reicht ein QR-Code vom Provider aus, hingegen aller Gerüchte ist ein Anbieterwechsel noch immer ohne Probleme möglich.

 

Farben und Preis

 

Die Samsung Gear S2 gibt es in den Farben Dark Gray und Silver White zu kaufen. Sie ist bereits erhältlich und bekam eine UVP (unverbindliche Preisempfehlung) von 349 Euro. Berücksichtigt man das neuartige Bedienkonzept mit Lünette, dann ist der Aufpreis durchaus gerechtfertigt. Die Smartwatch gehört zurecht auf die oberen Plätze, gefällt doch das Design, die Bedienung und die IP68-Zertifizierung.

 

 

Die Gear S2 im Überblick:

 

Gehäuse: aus Kunststoff

Display: 1,2 Zoll AMOLED, 360 x 360 Pixel, 302 ppi

Prozessor: Exynos 3250, 2 Kerne, 1 GHz

Arbeitsspeicher: 512 MB

Interner Speicher: 4 GB

Betriebssystem: Tizen

Akku: 250 mAh

Maße: 42,3 x 49,8 x 11,4 mm, 47 Gramm leicht

Konnektivität: Bluetooth 4.1, NFC, WLAN

Besonderheiten: IP68-Zertifizierung, wechselbares Armband, auch mit Smartphones anderer Hersteller kompatibel

 

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