Quittungsdrucker (auch Bondrucker oder Belegdrucker genannt) sind kompakte Thermodrucker für Kassenbelege, Rechnungen und Tickets im Einzelhandel und in der Gastronomie. In Deutschland gilt seit 2020 die Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) – wir zeigen dir 2026 die wichtigsten Modelle, was du zur TSE-Pflicht wissen musst, und worauf du beim Kauf achten solltest.
Quittungsdrucker drucken auf Thermopapier und kommen ohne Tinte oder Toner aus. Sie sind robust, schnell und für Dauerbetrieb in Kassen-Umgebungen ausgelegt. Wichtig in Deutschland: Wer eine elektronische Kasse betreibt, muss seit 1.1.2020 eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) nutzen – das gilt auch für viele Quittungsdrucker-Lösungen.
Empfehlenswerte Quittungsdrucker
Hier findet ihr Quittungsdrucker, die von der Technik-Redaktion empfohlen werden, dabei wird auf die Kriterien eingegangen wie: Erfahrung, Technik, Ausstattung und Preis.
Keine Produkte gefunden.
Bestseller: Quittungsdrucker
Hier findet ihr die aktuellen Bestseller unter den Quittungsdruckern. Diese Auswahl wird täglich aktualisiert.
Letzte Aktualisierung am 13.07.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
Aktuelle Angebote für Quittungsdrucker
Hier zeigen wir euch die besten Angebote und Schnäppchen.
Letzte Aktualisierung am 13.07.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
Die Top-Quittungsdrucker 2026 im Überblick
Epson TM-T20III – der Klassiker für stationäre Kassen
Nachfolger des bewährten TM-T20II – einer der meistverkauften Quittungsdrucker in Europa. Thermodirektdruck, 250 mm/s, 80 mm Papierbreite, USB und Ethernet. Robust, langlebig, mit Auto-Cutter. Kompatibel mit fast allen gängigen Kassensystemen. Preis: rund 200 Euro. Für klassische Theken-Kassen die solide Wahl.
Epson TM-m30III – modernes Multi-Interface-Modell
Aktueller Bondrucker mit USB, USB-C, Bluetooth, Ethernet und WLAN. 250 mm/s, 80 mm Papierbreite, Auto-Cutter, Micro-SD-Slot für TSE-Anbindung. Ideal für moderne Kassensysteme inkl. iPad-/Tablet-Kassen. Preis: rund 280–350 Euro. Eine der flexibelsten Lösungen 2026.
Epson TM-T88VI / TM-T88V – Profi-Bondrucker
Industriestandard für hohes Druckaufkommen in Gastronomie und Einzelhandel. Sehr leise, hohe Geschwindigkeit (350 mm/s), TSE-Slot direkt im Drucker (TM-T88VI-iHub). Preis: rund 400–500 Euro. Wer einen Bondrucker für Dauerbetrieb in einer großen Kasse braucht, ist hier richtig.
Star TSP743II / TSP700II-Serie – LAN-Bondrucker
Star Micronics ist neben Epson der zweite Schwergewichts-Hersteller. Der TSP743II ist ein schneller LAN-Thermo-Quittungsdrucker mit Auto-Cutter, 250 mm/s, kompatibel mit Epson TM-T-Befehlssatz. Druckt 1D- und 2D-Barcodes. Preis: rund 350 Euro.
Bixolon SRP-350II / SRP-350plusV – günstige Alternative
Solider Thermodrucker für Kassensysteme mit guter Druckqualität, USB- und Ethernet-Anschluss. Etwas günstiger als Epson, aber qualitativ vergleichbar. Preis: rund 180–250 Euro.
SumUp Solo / SumUp Air – Mobile Lösungen
Wer ohne klassisches Kassensystem arbeitet, kann mit dem SumUp Solo (mit integriertem Belegdrucker) oder dem mobilen SumUp Air drucken. Bluetooth, Akkubetrieb, ideal für Marktstände, Foodtrucks oder mobile Dienstleister. Preis: rund 100–200 Euro.
Mobile Bluetooth-Bondrucker (Bixolon SPP-R200III, MUNBYN-Serie)
Akkubetriebene Modelle mit Bluetooth/WLAN für Lieferdienste, Außendienst und mobile Verkäufe. 58 mm oder 80 mm Papierbreite. Preis: 60–250 Euro je nach Marke.
TSE-Pflicht in Deutschland – was du wissen musst
Wer in Deutschland eine elektronische Kasse betreibt, muss seit 1.1.2020 eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) nutzen. Die TSE protokolliert jede Transaktion manipulationssicher. Das gilt auch für viele Bondrucker-Lösungen, wenn diese in einem Kassensystem eingebunden sind.
Wichtig: Ein einfacher Quittungsdrucker zur Belegerstellung ohne Kassensystem (z.B. für handgeschriebene Quittungen) ist nicht TSE-pflichtig. Sobald aber digital erfasst wird, was verkauft wurde, greift die Pflicht.
Wie funktioniert die TSE-Anbindung?
Es gibt drei Wege, eine TSE einzubinden:
- TSE im Kassensystem (z.B. iPad-Kasse): Die Kassen-App hat die TSE als Software-Bestandteil oder per Cloud-Anbindung integriert
- TSE als USB-Stick: Wird direkt am Kassen-PC oder Drucker eingesteckt
- TSE als microSD-Karte im Bondrucker: Bei Epson TM-T88VI-iHub oder TM-m30-Serien wird die TSE direkt in den Drucker gesteckt – elegante Lösung ohne zusätzliche Hardware
TSE-Zertifikat: Laufzeit und Folgekosten
TSE-Zertifikate haben eine Laufzeit von 5 Jahren ab Herstellungsdatum (BSI-Vorgabe). Danach muss die TSE ausgetauscht werden. Kosten: rund 250–400 Euro pro 5-Jahres-Zeitraum.
Welche Drucktechniken gibt es bei Bondruckern?
Thermodirektdruck (Standard 2026)
Spezielles Thermopapier wird durch einen Druckkopf erhitzt und verfärbt sich an den erhitzten Stellen schwarz. Vorteile: keine Tinte, kein Toner, sehr schnell, wartungsarm. Nachteil: Belege bleichen mit der Zeit aus, Thermopapier enthält oft Bisphenol A (BPA), nicht recycelbar.
Thermotransferdruck
Eine Spezialfolie wird durch Hitze auf das Papier übertragen. Vorteile: langlebige, wischfeste Drucke. Nachteile: höhere Druckkosten durch Folie, langsamer.
Nadeldruck (selten geworden)
Mechanischer Druck mit Farbband. Wird heute fast nur noch in Spezialanwendungen genutzt (z.B. Mehrlagen-Belege, Gewerke mit Kohlepapier-Pflicht).
Worauf solltest du beim Kauf achten?
Papierbreite: 58 mm oder 80 mm?
Standard im Einzelhandel und in der Gastronomie sind 80 mm – passt mehr Information auf den Beleg. 58 mm wird bei mobilen Druckern und kleinen Kassen verwendet. Wer bestehende Papierrollen-Bestände hat, sollte die Breite mitberücksichtigen.
Druckgeschwindigkeit
Aktuelle Modelle drucken 100–350 mm/s. Für moderate Anforderungen (Marktstand, Café) reichen 150 mm/s. In Restaurants oder Supermärkten mit Hochbetrieb sollten 250+ mm/s sein – sonst stauen sich die Bons.
Schnittstellen
USB ist Standard, aber je nach Kassensystem brauchst du auch Ethernet, Bluetooth oder WLAN. iPad-Kassen benötigen meist Bluetooth oder WLAN. Klassische PC-Kassen nutzen USB oder Ethernet.
Auto-Cutter
Ein automatischer Papierabschneider trennt den Beleg sauber ab. Manuelles Abreißen ist auf Dauer nervig und sieht unprofessionell aus. Auto-Cutter halten meist 1–2 Millionen Schnitte.
Kompatibilität mit dem Kassensystem
Viele Drucker sind mit dem Epson-TM-T-Befehlssatz oder ESC/POS kompatibel – das ist der Industriestandard. Vor dem Kauf prüfen, welche Befehle dein Kassensystem unterstützt.
TSE-Anbindung
Wenn du in Deutschland eine TSE-pflichtige Kasse hast: Achte darauf, dass der Bondrucker eine TSE-Lösung unterstützt – entweder per microSD-Slot (Epson TM-T88VI-iHub, TM-m30-Serie) oder per externem USB-Anschluss.
Robustheit
Gewerbliche Quittungsdrucker laufen im Dauerbetrieb. Achte auf:
- Gehäuse aus Metall/robustem Kunststoff
- Lebensdauer Druckkopf: 100 km Druck oder mehr
- Auto-Cutter: 1+ Million Schnitte
- Spritzwasserschutz (in Gastronomie wichtig)
Die wichtigsten Hersteller von Quittungsdruckern
Epson
Marktführer in Europa, vor allem mit der TM-Serie (TM-T20III, TM-m30III, TM-T88VI). Solide Hardware, weltweite Ersatzteilversorgung, oft mit microSD-TSE-Slot. Standard im professionellen Einzelhandel.
Star Micronics
Japanischer Hersteller mit der TSP-Serie. Qualitativ auf Augenhöhe mit Epson, oft etwas günstiger. Vor allem in der Gastronomie verbreitet.
Bixolon
Koreanischer Hersteller. Solide Bondrucker im mittleren Preissegment (SRP-350-Serie für Theken, SPP-Serie für mobil). Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
SumUp
SumUp ist eigentlich ein Zahlungsdienstleister, vertreibt aber unter eigenem Branding mobile Bondrucker für Kleinunternehmer. Vorteil: Voll integriert in das SumUp-Bezahlsystem. Nachteil: weniger flexibel als klassische Bondrucker.
MUNBYN, NETUM, BORN4SHIP, Vretti
Günstigere China-Marken im Amazon-Marketplace. Qualität schwankt, aber für Einsteiger und gelegentliche Nutzung ausreichend. Nicht erste Wahl für gewerblichen Dauerbetrieb.
Häufige Fragen zu Quittungsdruckern
Welcher Quittungsdrucker ist 2026 der beste?
Im professionellen Einsatz: Epson TM-m30III (modern, multi-interface, TSE-fähig) oder Epson TM-T88VI (Profi-Modell). Im mittleren Bereich: Star TSP743II. Mobil: SumUp Solo oder Bixolon SPP-R200III.
Brauche ich für meinen Quittungsdrucker eine TSE?
Nur wenn du eine elektronische Kasse betreibst, die digital aufzeichnet, was verkauft wird. Reine Belegerstellung ohne Kassensystem (z.B. für handgeschriebene Quittungen) ist nicht TSE-pflichtig. Im Zweifel beim Steuerberater nachfragen.
Wie funktioniert Thermopapier?
Thermopapier hat eine Beschichtung, die bei Erhitzung schwarz wird. Der Druckkopf erhitzt punktuell die Beschichtung – kein Toner, keine Tinte, kein Farbband nötig. Nachteil: Belege verblassen mit der Zeit, vor allem bei UV-Licht und Wärme.
Wie lange halten Thermo-Belege lesbar?
Bei dunkler, kühler Lagerung 5–10 Jahre. Bei Lichteinwirkung oder Hitze (z.B. im Auto) oft nur 1–2 Jahre. Wer wichtige Belege lange aufbewahren muss (z.B. Garantiebelege), sollte Kopien anfertigen.
Welche Papierrolle brauche ich?
80 mm Breite ist Standard. Rollen-Innendurchmesser meist 12 mm, Außendurchmesser 80–100 mm. Beim Hersteller des Druckers nachschauen, welche Rolle passt.
Kann ich einen Quittungsdrucker am iPad nutzen?
Ja, mit Bluetooth- oder WLAN-fähigen Modellen wie dem Epson TM-m30III oder Star TSP650II. Erforderlich: kompatible iPad-Kassen-App (z.B. SumUp, ready2order, Tillhub, ETRON).
Lohnt sich ein günstiger China-Bondrucker?
Für Gelegenheitsnutzung (z.B. Hobby-Verkäufer, gelegentliche Marktstände) ja – ab 50 Euro bekommst du brauchbare Modelle. Für gewerblichen Dauerbetrieb sind Epson, Star oder Bixolon die bessere Wahl wegen Lebensdauer, Service und Ersatzteilversorgung.
Verwandte Themen
- Drucker im Vergleich 2026 – Hub-Übersicht
- Epson Quittungsdrucker – speziell zu Epson
- Etikettendrucker – für Versandlabels und Produktetiketten
- Multifunktionsdrucker – falls auch normale Dokumente gedruckt werden sollen
- Fotodrucker – für Foto-Ausdrucke
Fazit: Quittungsdrucker 2026
Quittungsdrucker sind die Arbeitstiere im Einzelhandel und in der Gastronomie. Wer eine moderne Kassen-Lösung sucht, ist mit dem Epson TM-m30III bestens bedient – multi-interface, TSE-fähig, robust. Für klassische stationäre Kassen reicht der bewährte Epson TM-T20III. Mobile Verkäufer greifen zum SumUp Solo oder Bixolon SPP-R200III.
Wichtig vor dem Kauf in Deutschland: TSE-Pflicht prüfen, Kompatibilität mit deinem Kassensystem checken, Papierbreite (58 mm oder 80 mm) auf bestehende Bestände abstimmen. Im Zweifel den Kassensystem-Anbieter nach offiziell unterstützten Bondrucker-Modellen fragen.
