iPhone 15: Radikaler Schnitt bei der SIM-Karte geplant?

iPhone 15: Radikaler Schnitt bei der SIM-Karte
iPhone 15: Radikaler Schnitt bei der SIM-Karte

Apple hebt sich gerne von seinen Mitbewerbern ab. Das zeigt sich zum Beispiel beim Ladeport, der bekanntlich nur mit dem eigenen Lightning-Kabel kompatibel ist. Zumindest bis jetzt, denn die EU schreibt per Gesetz ab 2024 USB-C vor. Zukünftig beziehungsweise schon mit dem iPhone 15 (Pro) könnte es aber ein weiteres Alleinstellungsmerkmal geben. Es wäre zu diesem Zeitpunkt einmalig, andere Hersteller werden aber natürlich irgendwann sehr wahrscheinlich nachziehen.

Aus für die klassische SIM-Karte?

Geht es nach „iGeneration“ (einem französischen Branchenportal), dann wird das iPhone 15 (Pro) in Frankreich ohne den Slot für eine physische SIM-Karte erscheinen. Die Quelle ist anonym, trotzdem ist die Behauptung realistisch. Es würde aber nicht nur Frankreich, sondern auch viele andere Länder betreffen. Darunter auch Deutschland. Das liegt daran, weil es sich um die europäischen iPhone-Modelle handelt, die sowohl in Frankreich als auch in weiteren Ländern zum Verkauf angeboten werden. Neuland wäre es für den US-amerikanischen Hersteller nicht.

In den USA bereits umgesetzt

Beim Kauf eines US-amerikanischen iPhone 14 (Pro) wird man feststellen, dass Apple hier bereits den physischen SIM-Slot gestrichen hat. Kunden können demnach nur mehr eine eSIM installieren, die fest verbaut ist und mit einem entsprechenden Profil beschrieben werden muss. Zurückrudern wird der Konzern wohl nicht mehr, daher bleibt es bei dieser Entscheidung. Dies ist auch der Grund, warum eine Ausbreitung nach Europa beziehungsweise das Gerücht ein hohes Wahrheitspotenzial mit sich trägt.

Etwas verwunderlich ist, dass der Konzern beim iPhone 14 (Pro) in den USA die Stelle nur durch einen Platzhalter aus Kunststoff ersetzt hat. Es gibt demnach keinen Vorteil, der jedoch aufgrund des gewonnenen Platzes vorhanden wäre. Es kann natürlich sein, dass Apple den weltweiten Marktstart abwartet, um den Vorteil allen Kunden bieten zu können. Denkbar wäre unter anderen ein größerer Akku.

Konflikte sind nicht gänzlich ausgeschlossen

Die meisten Anbieter unterstützten die eSIM bereits. Die Mehrheit würde somit keine Probleme haben. Manchmal ist es aber nicht der Fall, vor allem Prepaid-Provider hinken hinterher. Bis zum Erscheinen des iPhone 15 (Pro) bleiben aber noch ein paar Monate, sodass sich noch einiges tun kann. Im schlechtesten Szenario ist ein Vertragswechsel notwendig, oder man bleibt einfach noch ein bisschen beim iPhone 14 (Pro).

Welche Vorteile hat die eSIM?

Einerseits ist es der Platzgewinn und andererseits profitiert die Wasserdichtigkeit davon. Schließlich sind die Öffnungen eine Schwachstelle bei diesem Thema. Apple spricht aber auch von einem Zugewinn bei der Sicherheit. Wird das iPhone gestohlen, dann kann der Dieb die SIM nicht mehr entnehmen und damit eine Trennung vom Mobilfunknetz auslösen.

Grundsätzlich hat die eSIM eine rosigere Zukunft als die klassische SIM-Karte vor sich. Obwohl die Verbreitung der elektronischen Variante eher langsam vonstattengeht, sind die Vorteile nicht von der Hand zu weisen. Der US-amerikanische Konzern würde mit dieser Entscheidung die Verbreitung der eSIM beschleunigen.

iPhones haben schon länger eine eSIM verbaut

Wer eine eSIM nutzen will, der kann es bereits heute tun. Alle neueren iPhones haben eine drinnen, maximal acht Stück lassen sich zurzeit verwalten. Seit dem iPhone 13 können sogar zwei eSIMs gleichzeitig genutzt werden.

In der Praxis greifen viele aber doch noch zur physischen SIM (Nano-Ausführung). Das hat wahrscheinlich mit der Gewohnheit zu tun, dabei ist der Wechsel gar nicht so schwer.

Mit dem iPhone 15 (Pro) geht es dann nicht mehr, einen negativen Einfluss auf das Kaufinteresse sollte es nicht haben. Vorausgesetzt, dass der eigene Anbieter die eSIM unterstützt.

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