Welcher Receiver bei Sat Schüssel?

Receiver für alle Empfangsarten
Receiver für alle Empfangsarten

Wer Fernseh- oder Hörfunkprogramme via Satellit empfangen möchte, benötigt dafür einen SAT-Receiver. Denn anders als bei terrestrischem Fernsehempfang müssen die empfangenen Signale durch einen Receiver erst umgewandelt werden, damit sie ein sichtbares Fernsehbild ergeben.

Jeder Satelliten Empfänger verfügt über einen NLB ( Low Noise Block Converter), dieser empfängt die Signale vom Satelliten. Ein SAT-Receiver wandelt diese Signale dann in Fernsehbilder um. Dies geschieht in einem Frequenzbereich von 950-2150 MHZ, wobei die Signale dann in Videosignale umgewandelt werden, die ein Fernseher wiedergeben kann. In den meisten Fällen übernimmt der SAT-Receiver auch die Stromversorgung für das NLB.

Analoge und digitale Anlagen

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, Satellitenprogramme zu empfangen, entweder über analoge oder über digitale Satellitenanlagen. Eine analoge SAT-Anlage kann nur das in der herkömmlichen Fernsehnorm PAL empfangbare Programm umwandeln. Bei den digitalen Anlagen können nur digital codierte Fernsehsignale empfangen werden die im HI-Band Bereich liegen. Die Ausstrahlung von analogen Programmen ist jedoch bereits vor einigen Jahren eingestellt worden.

Satellitenprogramme werden von der Erde aus an den Satelliten und von dort aus wieder an die SAT-Anlagen gesendet. Das führt zu einer zeitlichen Verzögerung von etwa 0,42 Sekunden. Bei einer digitalen SAT-Anlage beträgt die Verzögerung sogar bis zu 4 Sekunden, denn das Signal muss erst einmal digitalisiert und danach wieder in ein analoges Signal umgewandelt werden.

Die meisten SAT-Receiver werden als Beistellgeräte angeboten, für sie benötigt man aber eine eigene Fernbedienung. Bei vielen Fernsehgeräten neueren Baujahres sind die Receiver oft schon eingebaut und können über die Fernbedienung des Fernsehers gesteuert werden.

SAT-Receiver als Alternative zum Kabel

Wem es wichtig ist, eine breite Programmvielfalt via Satellit zu empfangen, für den ist ein SAT-Receiver unbedingt notwendig, ohne diesen ist diese Vorgehensweise nicht möglich. Wer keinen solchen Receiver in seinem Fernsehgerät installiert hat, kann diesen kostengünstig nachrüsten. Noch günstiger kommen Kunden allerdings, wenn sie einen externen Receiver anschaffen, statt ein integriertes Gerät nachzurüsten. Hier bei wird dann zwischen analogen und digitalen Geräten unterschieden. Experten raten allerdings von analogen Geräten ab, da die Zukunft ganz klar bei den digitalen Empfängern liegt. So kann das digitale Gerät wesentlich mehr Kanäle empfangen als ein analoges.

Ein weiterer Vorteil: Es fallen für den Fernsehempfang via Satellit – abgesehen von den ohnehin immer zu entrichtenden Rundfunkgebühren – keine laufenden Kosten an. So bietet ein Satellitenreceiver auf günstige Weise Zugang zu einer breiten Programmvielfalt.

SAT-Receivers & Satellitenschüssel: Ein festes Team

Der SAT-Receiver kann ohne die Satellitenschüssel nicht funktionieren. Diese richtet ihre Antenne zu den weltweiten Satelliten im Weltraum aus, bekommt von dort ein Signal und gibt es an den Receiver weiter. Dieser bereitet das Signal auf und überträgt das Bild dann auf den Fernseher.

So unendlich weit, wie der Weltraum ist, sind dann auch die Programme, die der Kunde über den Receiver empfangen kann. Nicht nur deutsche Programme können empfangen werden, sondern Programme aus aller Welt. Wird der Receiver auch noch mit einer Smartcard o. ä. ausgerüstet, können auch diverse Pay-TV Sender und Programme empfangen werden. Natürlich müssen hierfür entsprechende Verträge abgeschlossen und die anfallenden Gebühren vom Kunden übernommen werden.

Abschließend kann erwähnt werden, das ein SAT-Receiver dem Kunden ein weitaus größeres Programmspektrum ermöglicht als es Kabelfernsehen kann. Täglich kommen neue Kanäle dazu und können meist kostenfrei empfangen werden. Die üblichen Rundfunkgebühren müssen allerdings weiter gezahlt werden, um diese kommt der Kunde nicht herum.