Spiegellose Systemkameras im Überblick: Vor- & Nachteile

Spiegellose Systemkameras im Überblick
Spiegellose Systemkameras im Überblick

Eine Systemkamera ist eine Fotokamera, bei der einzelne Komponenten austauschbar sind. Das Gehäuse der Kamera kann mit verschiedenen Objektiven kombiniert werden. Im Gegensatz zur Spiegelreflexkamera verzichtet die Systemkamera jedoch auf einen Spiegelkasten und hat im Kameragehäuse einen Bildsensor integriert. Somit schafft die Systemkamera den Spagat zwischen Spiegelreflex- und Kompaktkamera. Ein Preistipp ist hier zum Beispiel die spiegellose Sony Alpha 6000 die es aktuell ab 419,00 Euro gibt (Stand Nov.21)

Durch die einfache und sichere Bedienbarkeit ist sie sowohl für Profifotografen wie auch für Hobbyknipser bestens geeignet. Die Systemkamera ist platzsparend gebaut und verzichtet auf einen Spiegel. Deshalb hat sie nur die Größe einer Kompaktkamera. Trotzdem macht die Systemkamera keinerlei Abstriche bei der Bildqualität, sie kann sich sogar mit einer Spiegelreflexkamera messen. Durch die Möglichkeit, Objektive zu wechseln, entstehen unendliche Optionen für Fotoaufnahmen. Die Systemkamera ist der perfekte Begleiter im Urlaub, zeigt aber auch im Fotostudio, was sie kann.

Die Systemkamera – zwischen Kompaktkamera und Spiegelreflex

Die Systemkamera verbindet die Vorteile von kompakten Digitalkameras mit denen von hochwertigen Spiegelreflexkameras, nämlich eine geringe Größe und ein geringes Gewicht bei trotzdem sehr hoher Bildqualität.

Vorteile von Systemkameras:

Kein Spiegel

Dadurch, dass die Systemkamera auf einen Spiegel verzichtet kann sie jede Menge an Platz, Größe und Gewicht einsparen. Durch die neue Technologie braucht eine Systemkamera keinen Spiegelkasten um gestochen scharfe Bilder zu machen. Deshalb besticht sie durch ihre geringe Größe und Handlichkeit.

Unschlagbare Bildqualität

In Sachen Bildqualität braucht sich eine spiegellose Systemkamera nicht vor Spiegelreflexkameras zu verstecken. Große Auflösung, Tiefenunschärfen und wechselbare Objektive erlauben es der Systemkamera, auch höchsten Ansprüchen an die Bildqualität gerecht zu werden.

Der große Sensor macht den Unterschied

Ein großer Bildsensor bedeutet auch eine hohe Lichtempfindlichkeit. Mit dieser Technik schafft es die Systemkamera, in punkto Bildqualität überragende Ergebnisse zu erzielen. Die Bildsensoren sind in den meisten Fällen 17,3 × 13,0 mm oder 23,5 × 15,6 mm groß und bieten somit sehr viel Fläche für scharfe und gute Bilder.

Klein aber Fein

Keine Spiegelreflexkamera der Welt kann mit der Kompaktheit einer Systemkamera mithalten. Durch den fehlenden Spiegelkasten spart die Systemkamera enorm an Platz ein und kann deshalb ohne Probleme überall mit hingenommen werden – in der Tasche, im Rucksack oder um den Hals baumelnd. Das geringe Gewicht liegt im Bereich einer Kompaktkamera.

Kreativität siegt

Die Möglichkeit, verschiedene Objektive zu verwenden, schafft Platz und Möglichkeiten für Fantasie und Kreativität. Was bei der Digitalkamera nicht funktioniert, ist bei der Systemkamera kein Problem mehr. Außerdem bieten viele Modelle jede Menge zusätzlicher Effekte, so dass Sie Ihre Bilder bereits beim Fotografieren mit verschiedenen Stilen versehen können, ohne diese später mit einem Bildbearbeitungsprogramm zu retuschieren.

Autofokus für scharfe Bilder

Die neue Generation der Systemkameras bietet in manchen Modellen einen superschnellen Autofokus. Dieser ist so schnell und präzise, dass diese Kameras die Qualität von Spiegelreflexkameras teilweise sogar überbieten können.

Faire Preise

Spiegellose Systemkameras gibt in guter Qualität bereits zu fairen Preisen im Handel. So liegt beispielsweise die Sony Alpha 6000 preislich derzeit mit rund 419.- Euro im guten Mittelfeld. Sie eignet sich besonders für ambitionierte Einsteiger sehr gut. Eine schöne Preis-Übersicht hinsichtlich einer kompletten Ausstattung, inklusive Objektive und Zubehör, bietet auch diese Checkliste hier. Danach liegen die Kosten im Bereich Portraitfotografie zum Beispiel bei rund 1.700 Euro für Canon. Zum Vergleich: Der Preis für eine Spiegelreflexkamera-Ausstattung liegt für Canon bei rund 2.000 Euro – also knapp 300 Euro höher.

Objektive

Durch die Möglichkeit verschiedene Objektive zu verwenden, bieten sich Systemkamera-Anwendern quasi unendliche Möglichkeiten, um Fantasie, Kreativität und Kunst freien Lauf zu lassen. Wichtig ist jedoch, dass schon vor dem Kauf berücksichtigt wird, welche Objektive später benötigt werden. Leider passen nicht alle Objektive auf alle Kameras – dies sollte bei der Entscheidung für oder gegen eine spezielle Systemkamera stets beachtet werden. Außerdem spielt die Sensorgröße der Kamera beim Kauf eines Objektivs eine entscheidende Rolle. Ist es keine Vollformatkamera, muss der sogenannte Crop-Faktor beachtet werden.

Objektive für Systemkameras im Überblick:

Allroundobjektiv

Das Allroundobjektiv kann in vielen Situationen, in denen die Systemkamera eingesetzt wird, verwendet werden. Es bietet sowohl einen großen Zoom-Bereich als auch Einstellungen für Makroaufnahmen. Für Einsteiger sind Allroundobjektive die richtige Wahl – hier kann man nicht viel falsch machen.

Makroobjektiv

Speziell für die Aufnahme von Makroobjekten (also sehr kleinen Motiven wie Insekten) und Nahaufnahmen gibt es sogenannte Makroobjektive. Diese erlauben es kleine und nahe Motive in vollen Details und einem Maßstab von bis zu 1:1 bei höchster Qualität abzulichten. Der Maßstab für die Bilder ist sehr groß und die Naheinstellungsgrenze ist sehr gering.

Portraitobjektiv

Wer Portraits schießen will, benötigt ein Portraitobjektiv für die Systemkamera. Dieses Objektiv bietet eine normale oder leichte Telebrennweite und ist sehr lichtstark. Durch dieses Objektiv gelingt es Portraits farbenfroh und lebendig in Szene zu setzen. Um die selektive Stärke bei großer Blendenöffnung gut auszunutzen, besitzen diese Objektive eine leichte Telebrennweite.

Reiseobjektiv

Wer eine Reise tut, der sollte für seine Systemkamera auf keinen Fall auf ein Reiseobjektiv verzichten. Durch die geringe Größe und das geringe Gewicht passt ein Reiseobjektiv wunderbar in jedes Handgepäck und nimmt dabei nicht viel Platz weg. Zusätzlich kann das Reiseobjektiv Bilder vom Weitwinkel bis zum Tele schießen.

Weitwinkelobjektiv

Das Weitwinkelobjektiv ist das Gegenstück zum Makroobjektiv. Es ist optimal geeignet, um Landschaftsaufnahmen oder Naturaufnahmen zu machen. Die Brennweite ist kurz, und das Objektiv hat natürlich einen Weitwinkelzoon, um möglichst viel auf das Bild zu bekommen und auch Bildweite und Tiefe sehr gut darzustellen.

 

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